Test Jamo S 626 HCS im Online Lifestyle & Technik

Der bereits zweite Jamo-Test des noch neuen Online-Magazins LITE … „Erschreckend realistischer Sound“
Jamo S 626 Surround-Set – Starker Sound aus Dänemark

Zitat(e):
“In den Sozialwissenschaften gilt Dänemark unter diversen Aspekten als Vorbild. Ob das auch beim Thema Lautsprecher der Fall ist, wissen wir nicht. Es wäre jedoch nicht verwunderlich, wie das Surround-Set „S 626“ von Jamo zeigt… Eine kleine Warnung gleich vorweg: Das komplette Set wird in einem einzigen Karton geliefert und der bringt gut und gerne 60 Kilogramm auf die Waage. Wer also nicht gerade im regelmäßigen Training steht, sollte vielleicht einen Helfer organisieren, um nicht schon vor dem Auspacken den ersten Schaden beklagen zu müssen. Und das bezieht sich in erster Linie auf den eigenen Körper, denn die Lautsprecher sind in ihrem Karton dank passender Styropor-Elemente sehr gut vor Transportschäden geschützt.
Ausgepackt sorgen die fünf Mitglieder des Sets dann sofort für Begeisterung. Dafür müssen wir sie noch nicht einmal verkabeln, alleine der Anblick genügt. Unser Testexemplar ist in der Ausführung „White Ash“ gehalten und das kann sich absolut sehen lassen. Besonders schön ist die noch dezent sichtbare Maserung der Esche, die je nach Lichteinfall und Blickwinkel auch mal deutlicher hervortritt. Das sieht dermaßen gut aus, dass man wahrscheinlich gar keine Finish-Alternativen haben möchte. Aber offensichtlich geht man in Dänemark gerne mal auf Nummer Sicher und Jamo bietet sie trotzdem an. Neben weißer gibt es auch schwarze Esche und mit dem sehr eleganten „Dark Apple“ eine dank dominanter Maserung sehr deutlich als solche erkennbare Holzoptik… Für die Standlautsprecher sind außerdem Spikes mitgeliefert, die mit Stegen an der Bodenplatte befestigt werden. Sie finden, das sei schon ein bisschen viel Schrauberei? Gut, dann notieren wir das mal großzügig als Minuspunkt – mehr kommen nämlich nicht mehr… Wir beginnen gleich mit der Hauptbeschäftigung und testen die guten Stücke auf ihre Heimkino-Tauglichkeit… Für die Jamos kein Problem – der Sound wird perfekt im Surroundfeld verteilt… das Jamo-Set darf im Rest des Films sein enormes Tieftonpotenzial – übrigens ohne Subwoofer – präsentieren, was ihm beeindruckend gelingt… Musikalisch trauen wir den Standboxen allerdings auch noch weit mehr zu und daher testen wir abschließend, was die beiden im Stereo-Betrieb leisten. Wir machen es uns bequem und legen das Album „Lateralus“ von Tool ein. Eine gute Wahl, wie sich zeigt, denn ganz offensichtlich hat man auch in Dänemark so Einiges für Progressive Metal übrig. Wie sonst ist zu erklären, dass diese Platte so dermaßen gut klingt? Dem anspruchsvollen Songwriting werden Jamos 626 ohne Zweifel gerecht und präsentieren dem Hörer die komplexen musikalischen Strukturen allesamt bis ins kleinste Detail. Die Darstellung der virtuellen Bühne sorgt bei mir für so große Begeisterung, dass ich erst nach dem letzten Track des Albums merke, dass bereits fast weitere 80 Minuten vergangen sind… In allen Einsatzbereichen weiß Jamos 626-Set unter allen Gesichtspunkten zu überzeugen. Ob nun beim passiven Filmerlebnis oder dem aktiven Gaming, die fantastischen Fünf heben das eine wie das andere auf ein ganz neues Level. Gleichzeitig eignen sich die Standlautsprecher ganz hervorragend für brillanten Musikgenuss. Kurzum, wer im Wohnzimmer eine Allround-Anlage für hohe Ansprüche installieren möchte, sollte sich dieses Prachtexemplar nicht entgehen lassen. Denn Ausreden gibt es auch in Sachen Design oder Preis nicht. Wie gesagt: Vorbildlich!“