Test Jamo S 628 LP Magazin Ausgabe Juni/Juli 2014

Das ausgewiesen highend-lastige Fachmagazin ‘LP’ hat sich die Jamo S 628 vorgenommen und wir sind wieder um einen ausgezeichneten Test für ein Modell der New Studio Line reicher…schlicht „Dark Apple“ wurde der Test betitelt, der in der LP-Ausgabe Juni/Juli 2014 erschienen ist:

Zitat(e):
„Nur so. Ganz ehrlich. Wir haben auch ein Pärchen in schwarz für unsere Heimkinofraktion im Hause, aber das willste als ambitionierter Stereohörer nicht. Das hier allerdings, das ist eine andere Hausnummer…Heute bewegen wir uns aus gutem Grund mal nicht auf unbezahlbarem High-End-Terrain. Der Grund dafür ist eine Standbox…die Jamo S 628. Besonders das „Dark-Apple“-Finish machte einen überaus wertigen Eindruck…So richtig interessant jedoch wird’s beim Preis: Das Paar Jamo S 628 ist nämlich für 600 Euro zu erstehen, und das ist eine ernste Ansage: Mehr Lautsprecher fürs Geld zu finden, dürfte ein reichlich anstrengendes Unterfangen werden…Die Gründe, wieso eine so erwachsene Konstruktion zu einem so niedrigen Preis angeboten werden kann, sind naheliegend: Jamo ist nicht mehr das nette kleine dänische Unternehmen, das in liebevoller Handarbeit höchstwertige Boxen … bastelt…Gefertigt wird natürlich im Reich der Mitte. Das ist überhaupt kein Problem, solange hinten qualitativ Anständiges herauskommt, und das ist hier in erstaunlichem Maße der Fall…So weit sieht’s nicht nach 300 Euro pro Seite aus, sondern nach einem Mehrfachen davon…Die Messtechnik attestiert der S 628 einen durchaus anständigen Wirkungsgrad in der Gegend von 88 Dezibel und eine Nennimpedanz von rund sechs Ohm…Wir lauschen Flip Graters „Pigalle“…und die S 628 hilft dem Unterfangen mit ordentlich Drive in der Stimme, insbesondere in den Präsenzlagen, auf die Sprünge. Der Hochtöner hat in der Tat mächtig „Saft“ und klingt so gar nicht nach warmer und zarter Gewebekalotte – hier geht’s rund…Der Anschluss nach unten gerät dank der reichlich bemessenen Membranfläche mühelos…die drei Metalldreizehner machen ihren Job wirklich gut. Die Abstimmung des seitlichen Woofers ist durchaus robust gewählt: Das Ding soll Bass machen und das tut es auch…Das ist eine bodenständige und gute Box, vor der man auch als „Highender“ überhaupt nicht fies sein muss. Mit zunehmender Betriebsdauer ist auch der Hochtonbereich noch etwas freundlicher geworden. Und außerdem bietet Jamo die Box mittlerweile auch in einer Vielzahl von Lackfarben an, so dass Sie mein Faible für „Dark Apple“ überhaupt nicht teilen müssen…Die Jamo S 628 ist ein strammes Preis-/Leistungs-Wunder mit kerniger Gangart, die aber auch vor den feinen Seiten der Musikwiedergabe nicht kapituliert…“