Test Klipsch CORNWALL-III image hifi 07/2011

Die image hifi nimmt in ihrer 100sten Ausgabe in einem exklusiven Einzeltest die Klipsch CORNWALL-III unter die Lupe und bescheinigt: die CW III ist zwar ein Veteran, aber wer sie hat, befasst sich erst gar nicht mit dem Gedanken sie zu ersetzen, wer sie nicht hat, hat ‘was verpasst.

Zitat(e):
„…Gleichwohl ist sie selbst längst zur Legende des Lautsprecherbaus avanciert, erblickte ihre Ahnin doch bereits anno 1959 in Hope/Arkansas in den USA das Licht der HiFi-Welt…Seither verwöhnt die CORNWALL-III, die schon mit einer Handvoll Verstärkerwatt zur Hochform aufläuft, Generationen von Hörern mit häuslichen Live-Auftritten…So leitet sich ihre Modellbezeichnung profan von den Worten „corner“ und „wall“ her, womit programmatisch auf ihre recht unkritische Aufstellung im Nahbereich von Ecke und Wand hingewiesen sein soll…Yeah, that’s it, denn die Cornwall durfte sich zum akustischen Vergnügen ihres Besitzers noch völlig ungeniert im Wohnraum ausbreiten und austoben. Sie ist breit, sie ist wuchtig, sie kann brutal laut spielen und benötigt nur relativ wenig Leistung, um alle Tassen im Schrank tanzen zu lassen. Gute Aufnahmen vorausgesetzt, kann ihre körperlich fühlbare Souveränität so manchen Besitzer bleistiftschlanker Klangsäulen verzücken oder im unpassenden Umfeld audiophile Feingeister erschrecken…Genau diese Eigenart macht jedoch ihren ganz speziellen Reiz aus, zumal einige Änderungen eingeflossen sind, die zur tonal verbesserten Correctness von Version III ihr Scherflein beitragen…die Cornwall offenbart noch eine ungeahnt feinfühlige Seite, sofern man ihr nur etwas Geduld und Sorgfalt bei der Auswahl der passenden Elektronik zukommen lässt…aber ungeachtet ihres hohen Wirkungsgrads und bestechend gutmütigen Lastverhaltens erweist sich die passende Wahl des Verstärkers als Schlüssel zur Aufdeckung der ihr innewohnenden Klanggüte…Hat sich schließlich alles zum Besten gefügt, dann singt, swingt und groovt die CORNWALL-III mit Saft und Kraft, dass es eine wahre Freude ist…Klar sollte sein, dass sie bei alledem ihr eigentliches Wesen niemals verleugnet – nämlich fetzig, schmelzig, rotzig, direkt und gnadenlos gewaltig aufzuspielen. Um andere HiFi-konforme Spitzfindigkeiten braucht sich eine Klipsch CORNWALL-III nun wirklich nicht ernsthaft zu kümmern, denn es gelingt ihr vor allem das Eine: pure Lebensfreude am Musikhören zu vermitteln…“